Motive und ZieleSkalde ist ein altnordischer Ausdruck für Dichter. Der Skalde trägt das Skald, das Gedicht, vor. Lange Gedichte, auch Sagas genannt, wurden am Königshofe vorgetragen und hatten nicht selten den Anlaß die Geschehnisse dort oder in der Ferne, auf heroische aber doch ehrliche Weise zu lobpreisen. Schutzpatron und Gründer der ursprünglichen Skaldendichtung ist der nordische Gott Bragi. Entstanden ab 800 n.Chr. in Norwegen, verbreitete sich die Skaldendichtung über Island im gesamten skandinavischen und nordgermanischen Raum. Höhepunkt der Skaldendichtung war das Verfassen der berühmten Edda durch den Isländer Snorri Sturluson im 13. Jahrhundert. Aber ist es nicht anmaßend sich demnach Skalde zu nennen? Natürlich kann und möchte ich mich nicht mit Meistern wie Snorri Sturluson auf eine Stufe stellen. Doch ich schreibe Gedichte, die größtenteils nordische Wikinger- oder Mythologiethemen zum Inhalt haben. Insofern definiere ich Skalde schlicht als Schreiber nordischer Gedichte. Dieser Leidenschaft gehe ich erst seit dem Jahre 2002 unter meinem Spitz- und Nicknamen Aufrührer nach. Das Thema Wikinger und nordische Mythologie hatte mich schon seit Kindheit hauptsächlich literarisch fasziniert. Nun mußte ich diese Studien zum Programmieren einer Webseite intensivieren und so griff ich eines Abends zum Stift. Zum Gedichtschreiben brauche ich nicht viel. Eine Idee, ein Thema, einen abgenutzten Bleistift und ein jungfräuliches Blatt Papier. Ich dichte in Paar-Reimform, anders als die altvorderen isländischen Vorbilder. Meist schreibe ich hinter verschlossener Tür bei fahlem Kerzenlicht. In diese Stimmung muß ich eintauchen, wenn ich schreibe. Dann fließen die geistigen Bilder, die inneren Vorstellungen von schäumender See, klirrenden Schwertern und mystischen Gestalten automatisch in meine Finger. So kommt es, daß ich meist nur knapp eine Stunde brauche, bis ein Gedicht fertig ist. Ich selber erkenne in meinen Gedichten eine Entwicklung. Es ist wie ein Motor, der 2002 angelassen wurde und sehr stotternd anlief und mit der Zeit, von Gedicht zu Gedicht, immer gleichmäßiger brummt. Der Grund zum Erstellen dieser Gedicht-Webseite ist die anwachsende Menge der Stücke, wie auch der Zuspruch einiger Leser. Sollte über diese Plattform ein Verlag auf mich aufmerksam werden, hätte ich dagegen selbstverständlich nichts einzuwenden, doch verbietet es mir die Bescheidenheit mehr als nur einen flüchtigen Gedanken an diese Möglichkeit zu verschwenden. Ob und wie ihm meine Gedichte gefallen, möge der geneigte Leser selber entscheiden. gez. Skalde
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